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Bereits vor über 700 Jahren wurde das Dorf Golm zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Auch damals schon im Zusammenhang mit der Golmer Kirche, denn in einer Urkunde vom 11. April 1289 wird erwähnt, dass die Einkünfte der Kirche Bornim und seiner Nebenkirchen, Golm und Grube, dem Nonnenkloster in Spandau übertragen worden sind. Wann und in welcher Form die erste Kirche errichtet wurde, ist nicht überliefert |
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1718: |
Die alte Dorfkirche, ein rechteckiger Feldsteinbau mit polygonalem Ostschluss, wird durch den Bau eines gedrungenen und quadratischen Westturm ergänzt. |
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1779: |
Aus- und Umbau der Golmer Kirche für 683 Taler. |
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1824: |
und auch später: Die Kirchenbücher berichten von einem schlechten baulichen Zustand der alten Kirche |
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1870: |
Das Dach der Kirche wird vom Dachdecker Hartleben zu Werder für 3 Taler und 17 Silbergroschen repariert. |
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um 1878: |
Der Anstoß zum Bau einer neuen Kirche soll einer unverbürgten, aber amüsanten Anekdote nach auf folgendes Ereignis zurückgehen: |
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Während einer Hochzeit setzte ein starker Regenguss ein. Das baufällige Dach hielt dem herabströmenden Wasser nicht stand. Nur durch Aufspannen eines Schirms konnte der Pfarrer den Bund des Lebens besiegeln und die Zeremonie zu Ende führen. Dieses Vorkommnis soll dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm, dem späteren 99 Tage Kaiser Friedrich III., zu Ohren gekommen sein. Das Kronprinzenpaar beschloss, als bleibende Erinnerung seiner silbernen Hochzeit vom 25.1.1883, die dem Verfall entgegengehende Kirche durch eine Neue zu ersetzen. Verbürgt ist allerdings, dass der Kronprinz im Jahre 1882 mehrfach die „alte“ Kirche inspizierte und den Neubau beschloss. Er und seine Gemahlin wirkten auch direkt auf den Bauplan ein und veränderten den ursprünglichen Entwurf des Königlichen Kreisbauinspektors Gette. Außerdem verhinderten sie den Abriß der alten, baufälligen Kirche. |
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28.01.1883: |
Die Genehmigung des Kirchenbaus und die Bereitstellung der Mittel von 39.000 Mark erfolgte durch den Vater des Kronprinzen, Kaiser und König Wilhelm I. |
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09.09.1883: |
Feierliche Grundsteinlegung der neugotische Backsteinkirche |
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1886: |
Einweihung mit Festgottesdienst in Anwesenheit des Kronprinzenpaars als Bauherrn, und der Nachkommen der ehemals in Golm nacheinander ansässigen Rittergutsbesitzer v.d. Groeben, v. Thümen, v. Schlabrendorf, v. Schönow, und vieler prominenter Persönlichkeiten. |
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In den folgenden Jahren: |
Die Kirche entwickelt sich zu einem Anziehungspunkt für Ausflüge des Kaiserhauses, aber auch für den „kleinen“ Bürger. Durch ihren 40 m hohen Turm strahlte sie weit über das Dorf Golm in die damals weitgehend baumlose märkische Feldflur und prägt die Landschaft der Insel Potsdam. Häufig wird die Golmer Kirche als eine der schönsten Dorfkirchen der Mark gepriesen. |
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1945: |
In den letzten Kriegstagen wird die Kirche unter starken Beschuss genommen. Es entstehen Schäden, vor allem am Turm der Kirche. |
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ab 1945: |
Die Gemeinde reduziert sich auf eine kleine Kerngemeinde, die zäh am Gemeindeleben und an der Sicherung und Erhaltung der Kirche festhält. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Kirche mit seinem Umfeld in diesem vergleichbar guten Zustand ist. |
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1971: |
Der Turmreiter fällt spät den Kriegsschäden zum Opfer. Trotz aller Bemühungen muss dem Turm die Spitze abgenommen werden. Der Turm streckt sich nun nicht mehr 40 m über Dorf und Feldflur, sondern nur noch 26 m. |
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1990: |
Mit dem Zuzug vieler Menschen aufgrund der Institutsneubauten wächst die kirchliche Gemeinde. |
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15.03.2002: |
Gründung des Kirchbauvereins der Kaiser-Friedrich-Kirche zu Golm e.V. |